12. März 2012
Einige Dinge, die man so als kleines Kind erlebt prägen sich ein, andere Dinge eher nicht so. Eine Sache, die mir toral im Gedächtnis geblieben ist, ist eine kleine ganz spezielle (quasi private) Zaubershow, die ich mal als Kind in Frankreich gesehen habe.
Damals war ich mit mit meiner Schwester und meinen Eltern im Campingurlaub und wir waren im französischen Ort Blois (die Stadt in der Jean Eugène Robert-Houdin geboren wurde, der als “Vater der modernen Magie” gilt). Dort gibt es ein Museum für Zauberei. Damals war das Museum noch nicht eröffnet worden, aber es sollte eine Zaubershow geben, so stand es zumindest auf den Plakaten wie mein Vater mir übersetzte. Die Show sollte allerdings an einem anderen Tag stattfinden und zum Glück waren meine Eltern da sehr mitfühlend für meine Zauberbegeisterung und wir kamen am nächsten Tag, als die Show sein sollte wieder. Dann waren wir allerdings die einzigen 4 Zuschauer wie sich herausstellte und der Zauberer wollte dann die Show eigentlich ausfallen lassen.
Die Tränen müssen in die Augen gestanden und meine Eltern auf den Magier eingeredet haben und so hatte dieser ein Einsehen und hat uns zumindest einige kleine Kunststücke vorgeführt. An eines davon erinnere ich mich noch sehr genau: Der Zauberer lieh sich einen Geldschein von mir aus, ich gab ihm einen Franc-Schein (damals gab es ja noch die Französische Francs und noch nicht den Euro). Er nahm den Schein und rammte einen Bleistift hindurch, zerrte den Stift komplett durch den Geldschein und steckte den Bleistift weg. Da war ich natürlich geschockt, denn ich hatte gesehen und gehört, wie der Geldschein zerstört wurde und es war ja mein Urlaubs-Taschengeld. Doch dann hat er dem Geldschein wieder “magisch repariert” und gab ihn mir zurück. Mein Taschengeld war also wieder intakt und ich saß da und Staunte - eine sehr schöne Erinnerung.
Neulich hat mir ein Zauberer in Hannover genau diesen Trick nochmal vorgeführt, daher kam ich auch wieder auf das Erlebnis mit dem Zauberkünstler… Das war wirklich sehr zauberhaft!
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17. Februar 2012
Ein wie ich finde sehr schöner Zauereffekt ist die sogenannte “Guillotine”, dabei werden verschiedenste Varianten des “Tödlichen Fallbeils” vorgeführt, die dann natürlich immer - zumindest in den allermeisten Fällen - unblutig (und hier im wahrsten Sinne des Wortes:) über die Bühne gehen. Erfunden hat dieses Gerät und zwar das “echte” und nicht das zum zaubern der französische Arzt Joseph-Ignace Guillotin. Wie man schon merkt, wurde das Ding auch nach ihm benannt. Besonders gern wurde die echte Varinate wohl zu Zeiten der französischen Revolution eingesetzt.
Wie dem auch sei: Diese eher gruselige und blutige Hintergrundstory mach die Guillotine natürlich gerade für Zaubershows sehr interessant. Einige Illusionisten, die in ihren großen Bühnenzaubershows sehr aufwändige und spektakuläre Kunststücke zeigen haben die Guilutine zum Zaubern in Originalgröße im Einsatz. Viel verbreiteter ist in der Zauberei allerdings die Variante, bei der “nur” ein Am oder eine Hand in das dann entsprechend kleinere Gerät kommt.
Als Kind hatte ich sogar mal eine Guillotine aus Kunststoff, die gab es als Zugabe zur Kinderzeitschrift “Mickey Maus”. Das Ding war gerade mal so groß wie ein Handy und man konnte seinen kleinen Finger (damals sogar den Daumen) in das Loch stecken und - wie durch Zauberei - blieb der Finger natürlich dran. Wenn das der Josef-Ignatz wüsste… Ha ha!
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4. Februar 2012
Nun habe ich das mal mehr oder weniger provokant benannt hier, was ich allerdings meine ist im Grunde die berühmte Show auf einem deutschen Privatfernsehsender, bei der lauter merkwürdige Gestalten meinen, sie hätten irgendwie übernatürliche Begabungen, weil sie im Kindesalter mal gegen eine Laterne gelaufen sind und nun immer Ihre linkes Knie juckt, wenn irgendwer an eine Zeichnung von einem Baum denkt.
Na klar was ich meine — “The next Uri Geller”, die Show lief nun glaube ich schon drei Staffeln lang und eine neue scheint es aber wohl nicht mehr zu geben. Manchmal habe ich mir das damals angesehen und es ist schon kurios, was die dann da immer alles so getrieben haben. Im Grunde waren das doch alles Zauberer oder Zauberkünstler, die dann in die Rolle des “Ulikgen Unterweltzauberers” oder der “Bizarren Bezirzerin” geschlüpft sind und irgendwelche B-Promis vor laufender Kamera (zugegebener Maßen oft sehr professionell und / oder lustig…) magisch unterhalten haben. Und das Saal- und Fernsehpublikum natürlich gleich mit.
Im Wesentlichen konnte man das damals im Fernsehen als eine wöchentliche Mental-Magier-Zaubershow werten. Richtig lustig wurde es aber immer, wenn der Meister Uri höchst persönlich mal wieder irgendwelche Löffel verbogen hat und dann Menschen im Studio anriefen, dass sich bei ihnen zu Hause auch ein Löffel “voll krass echt verbogen” hätte… echt der Knüller! =)
Hier ist ein ziemlich cooles Video aud den 70′er Jahren =)
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28. Januar 2012
Ich beschäftige mich seit einigen Jahren hobbymäßig mit der Thematik “Zauberer” und “Zauberei” und da kommt dann natürlich irgendwann die Frage auf, wo denn eigentlich die Grenze zwischen der Zauberkunst zu Unterhaltungszwecken und einer gegebenenfalls existierenden “Echten Zauberei”.
Rein von der Wahrnehmung her ist das natürlich schwer oder im Grunde gar nicht zu trennen. Ein guter Unterhaltungsmagier lässt vielleicht etwas nach “wirklicher Magie” aussehen und beeindruckt seine Zuschauer und das Publikum gerät ins Grübeln, ob es wirklich mit rechten Dingen zugeht.
Ein schlechter “echter Zauberer” hingegen schafft es eventuell gar nicht den Eindruck zu erwecken etwas Unmögliches zu vollbringen, weil sich die Menschen einen “einfachen” echten Trick vielleicht auch selbst erklären können.
Letzen Endes denke ich jedoch ohnehin, dass es keine “Echte Zauberei” beziehungsweise “Wirkliche Magie” gibt, umso mehr fasziniert es mich dann allerdings, wenn man Zauberkünstler Dinge vollbringen sieht, die einen dann doch wieder ein wenig ins Zweifeln bringen.
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